Sicherung von Erdböschungen in der Niederlausitz

Am 08.05.2026 fand im Rahmen der Gesellschaft für Ingenieurbiologie e.V. eine Fachexkursion zum Thema „Sicherung Erdböschungen in der Niederlausitz“ an der Restlochkette in Kleinleipisch statt. Innerhalb dieses Regionaltreffens wurde das Gelände mit dem derzeitigen Stand der Böschungssicherungen besichtigt, sowie die angewandten Maßnahmen vorgestellt und erläutert.

Standortbedingungen

Das Projekt erforderte durch die besonderen standortbedingten Gegebenheiten speziell angepasste Maßnahmen. Vorzufinden waren ein Böschungssystem mit 4 Bermen und ein Höhenunterschied von 20 m. Zudem kennzeichnen die Böden stark sandiges Material (außer Resten an tertiären Massen) und Wetterextreme durch eine vegetationslose Südlage und ein kontinentales Klima.

Planung und Umsetzung

In der Maßnahme 3a wurde die vorhandene, abgeflachte Erosionsrinne bis 1,5 m unter GOK mit Boden aufgefüllt und seitlich mit Steckhölzern und Buschlagen stabilisiert. Die Buschlage hatte dabei eine Neigung von 20°. Es erfolgte zudem im Abstand von 5 m der Einbau von Stubben, welche durch Setzstangen befestigt wurden. Diese dienen dem Abbremsen des Niederschlagswassers. Anschließend wurde ein Boden-Schotter-Gemisch bis 0,75 m unter GOK eingebaut und die seitlichen Böschungen profiliert.


Schnittzeichnung und Foto der Maßnahme 3a zur Sicherung einer Erosionsrinne.
Bild 1: Schnittzeichnung und Foto der Maßnahme 3a zur Sicherung einer Erosionsrinne. (Quelle: Astrid Subatzus, 2026)

An anderen Stellen wurden stattdessen Drainfaschinen, Palisaden-Querbauwerke, Raubäume und Buschlagen installiert. Auch diese Variante dient der gezielten Ableitung des Niederschlagswassers in den Erosionsrinnen und dem Aufhalten einer fortführenden Erosion.

Für eine weiterhin mögliche Bermenquerung wurde mittels Aushub und einer Füllung mit Schotter gesorgt, sodass eine Überquerung weiterhin gesichert ist.

Ergebnisse der Besichtigung

Im Zuge der Fachexkursion wurden die Maßnahmen als wirksam bestätigt. So ließen sich beispielsweise gut angewurzelte Steckhölzer und Setzstangen feststellen. Im Gesamtbild passen sich die Sicherungsmaßnahmen optisch gut an die übrige Umgebung an und entwickelten sich sehr positiv.


Bewachsene Erosionsrinne mit angewurzelten ingenieurbiologischen Sicherungsmaßnahmen.
Bild 2: Entwickelte Sicherungsmaßnahmen im Bereich einer Erosionsrinne. (Quelle: Astrid Subatzus, 2026)

Böschungsbereich mit Vegetationsentwicklung und eingebauten Sicherungselementen.
Bild 3: Böschungsbereich mit positiver Vegetationsentwicklung. (Quelle: Astrid Subatzus, 2026)

Autorin: Astrid Subatzus

Vorschaubild Sellbek nach Abschluss der Renaturierungsmaßnahme 2020 mit naturnahem Bachlauf, Sandufern und junger Vegetation.

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